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Donnerstag, 7. Dezember 2017

In der Vorweihnachtszeit ....

da lese ich gerne Kurzgeschichten oder auch Märchen. Ich mag die Adventszeit, wenn es schon früh dunkel wird und der warmen Stube die Lichter leuchten. Immer ist dabei auch Kerzenschein und eine Schale mit Plätzchen dabei.

Mein Stollenkonfekt

Hier habe ich für Euch eine kurze Geschichte.

Das alte Mütterchen.

Es war in einer großen Stadt ein altes Mütterchen, das saß abends allein in seiner Kammer: es dachte so darüber nach, wie es erst den Mann, dann die beiden Kinder, nach und nach alle Verwandte, endlich auch heute noch den letzten Freund verloren hätte und nun ganz allein und verlassen wäre. Da ward es in tiefstem Herzen traurig, und vor allem schwer war ihm der Verlust der beiden Söhne, dass es in seinem Schmerz Gott darüber anklagte.

So saß es still und in sich versunken, als es auf einmal zur Frühkirche läuten hörte. Es wunderte sich, dass es die ganze Nacht also in Leid durchwacht hätte, zündete seine Leuchte an und ging zur Kirche. Bei seiner Ankunft war sie schon erhellt, aber nicht, wie gewöhnlich, von Kerzen, sondern von einem dämmernden Licht. Sie war auch schon angefüllt mit Menschen, und alle Plätze waren besetzt, und als das Mütterchen zu seinem gewöhnlichen Sitz kam, war er auch nicht mehr ledig, sondern die ganze Bank gedrängt voll.

Und wie es die Leute ansah, so waren es lauter verstorbene Verwandten, die saßen da in ihren altmodischen Kleidern, aber mit blassem Angesicht. Sie sprachen auch nicht und sangen nicht, es ging aber ein leises Summen und Wehen durch die Kirche. Da stand eine Muhme auf, trat vor und sprach zu dem Mütterlein: "Dort sieh nach dem Altar, da wirst du deine Söhne sehen."

Die Alte blickte hin und sah ihre beiden Kinder, der eine hing am Galgen, der andere war auf das Rad geflochten. Da sprach die Muhme: "Siehst du, so wäre es ihnen ergangen, wären sie im Leben geblieben und hätte sie Gott nicht als unschuldige Kinder zu sich genommen."

Die Alte ging zitternd nach Haus und dankte Gott auf den Knien, dass er es besser mit ihr gemacht hätte, als sie hätte begreifen können; und am dritten Tag legte sie sich hin und starb.

Ein Märchen von Gebrüder Grimm

Ich wünsche Euch einen schönen Freitag!


Mittwoch, 6. Dezember 2017

So war das also mit dem Glyphosat ....



55 Sekunden

wer denkt, die GRÜNEN hätten das verhindert, der hat falsch gedacht. Um an die Fleischtröge zu kommen ist jedes Mittel recht.

Was sind das für Politiker, die Gesundheit von Mensch und Tier aufs Spiel setzen? Was sind das für Politiker, die vor einem Plakat herlaufen auf dem steht: "Deutschland verrecke".

Es sind Verräter! Und all die Anderen auch, die dies zulassen!

Ich wünsche Euch einen schönen Donnerstag!


Dienstag, 5. Dezember 2017

Morgen kommt der Nikolaus ....

und da habe ich für Euch eine schöne Legende vom Nikolaus und dem Korn gefunden. Sie passt so gut in die Vorweihnachtszeit.


Einst kam über die Stadt Myra und das ganze Land eine große Dürre, die die gesamte Ernte vernichtete. Die Menschen hatten nichts zu essen und überall litten sie großen Hunger.

Eines Tages gingen im Hafen der Stadt Schiffe vor Anker, die alle von unten bis oben mit Getreide beladen waren. Als Nikolaus davon erfuhr, eilte er sofort zum Hafen und sprach zu den Seeleuten: „Ich bitte euch, helft uns in unserer Not! Lasst uns etwas von eurem Getreide hier! Ihr habt so viel davon und die Menschen hier haben schrecklichen Hunger!“

 Doch die Seeleute mussten ablehnen: „Tut uns Leid, lieber Bischof. Dieses Getreide ist für den Kaiser in seiner Hauptstadt bestimmt. Es ist genau abgewogen und wenn auch nur ein Gramm fehlt, wird er uns fürchterlich bestrafen.“

Darauf entgegnete Nikolaus beschwichtigend: „Macht euch keine Sorgen. Gebt uns nur ein wenig, sagen wir hundert Säcke. Bei der Menge, die ihr geladen habt, ist das nichts. Und ich verspreche euch, es wird euch in der Hauptstadt nicht ein Gramm fehlen, sonst will ich nicht mehr Nikolaus heißen!“

Da blickten sich die Seeleute gegenseitig an und gaben schließlich nach: „Also gut, Bischof von Myra. Wir geben dir, worum du uns bittest. Aber wir nehmen dich beim Wort!“

Und so geschah es. Die Seeleute gaben Nikolaus die hundert Säcke und stachen mit ihren Schiffen wieder in Richtung Hauptstadt in See. Als sie dort ankamen und das Getreide ablieferten, stellten sie erstaunt fest, dass Nikolaus Recht behalten hatte: Es fehlte nicht ein einziges Gramm.

Die hundert Säcke Getreide aber, die sie in Myra gelassen hatten, machten die Menschen dort ganze zwei Jahre lang satt und reichten sogar noch für die Getreideaussaat.

Verfasser unbekannt

Ich wünsche Euch einen schönen Mittwoch!