Mittwoch, 16. Januar 2019

Picasso und Tiger ....



Am Freitag, den 21.12.2018 hatten wir einen Termin für Tiger uns Picasso. Tiger ist so zahm und lieb, er lässt alles mit sich machen. Ich kann ihn auf den Arm nehmen, was er sogar genießt. So schnappte ich mir Tiger und brachte ihn in die Transportbox, was er sich gefallen ließ. Er war auch ganz ruhig als ich die Türe schloss. Dann wollten wir Picasso holen, der hatte den Braten wohl gerochen und ließ sich nicht einfangen. Egal was wir anstellten, Picasso war schneller.

So fuhren wir dann nur mit Tiger zum Tierarzt, der seinen letzten Arbeitstag hatte und dann seine Praxis schließt, um in seinen wohlverdienten Ruhestand zu gehen. Selbstverständlich hat er uns die Visitenkarte seiner Kollegin gegeben, damit wir im Notfall Hilfe bekommen.

Schon die Fahrt nach Friedland war schlimm. Tiger miaute herzzereißend. Ich versuchte ihn mit Worten zu besänftigen, was mir teilweise gelang.

Beim Tierarzt ließ sich Tiger auch ohne Probleme aus der Transportbox nehmen und in einen Käfig vom Tierarzt setzen. Solange er mich sah, vertraute er mir. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich sein Vertrauen so missbrauchte. Wie lange wird er mir das wohl übel nehmen?

Tiger, er wiegt schon mehr als 6 Kg und ist im gestreckten Zustand mehr als einen Meter lang

Nach einer halben Stunde konnten wir Tiger abholen. Er schlief tief und fest. Mona und Tiger haben sich immer sehr gut verstanden, darum dachte ich, beide können bei mir im Wohnzimmer bleiben. Während Tiger immer noch schlief, beäugte ihn Mona. Ich hatte die Türe zur Transportbox noch geschlossen, weil ich nicht wusste wie Mona reagiert.

Nach einer Weile war es Mona wohl zu blöd und sie legte sich in ihre Hütte. Mona ist ein recht braves Katzenmädel. Natürlich stellt sie schon mal was an, das ist aber nicht schlimm.

Tiger schlief immer noch und mittlerweile machte ich mir Sorgen. Normalerweise hätte er nach einer halben Stunde aufwachen sollen aber er schlief noch fast zwei Stunden. Wir haben nachgesehen, ob Tiger noch atmet und waren beruhigt.

Ich saß an meinem PC und warf immer wieder einen Blick auf die Transportbox, die ich mittlerweile geöffnet hatte. Mona lag in ihrer Hütte und schlief.

Tiger spielt mit dem vom Wind verwehten Laub

Plötzlich war die Box leer! Ich suchte Tiger, der im Bad war auf der Katzentoilette, die er ganz allein gefunden hat. Tiger war vorher noch nie hier oben im Wohnzimmer. Als ich ihn fand, saß er auf der Badewanne. Mit traurigen Augen schaute er mich an. Glaubt mir, ich hatte wirklich ein ganz schlechtes Gewissen!

Tiger nahm es mir nicht übel, er vertraute mir weiter. Ich tröstete ihn, so gut ich konnte. Später hat er sich dann über seinen Napf hergemacht und auch viel Wasser getrunken, was gut ist. Er scheint das alles gut zu verkraften und ist nun immer bei mir. Während ich hier schreibe, liegt er auf meinen Füßen und schmiegt sich an mich. Noch nie hatte ich so ein Verhältnis zu einem Kater. Wir beide mögen uns!

Tiger hat das alles schon am nächsten Tag gut verkraftet und war wieder der Alte. Heute ist das alles vergessen aber Picasso, der muss noch zum Tierarzt. Er lässt sich nicht mehr von uns hochheben, ansonsten schmust er genau so lieb wie Tiger.

Picasso, er spielte mit dem Schnee

Picasso, unser Model

Picasso im Ruhezustand



4:43 Minuten

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