Mittwoch, 25. Mai 2016

Ein Tag voller Überraschungen ....

noch während des Frühstücks bekam Fred Besuch, der sich eigentlich für später angemeldet hatte. Aber wir sind es hier schon gewohnt, dass sich niemand an Uhrzeiten hält. Was ich nie für möglich gehalten hätte, dass man ohne Uhr leben kann. Vielleicht sollte ich alle meine Armbanduhren verkaufen, denn ich trage schon lange keine Uhr und auch ganz selten mal Schmuck. Eigentlich nur, wenn wir mal zu besonderen Anlässen eingeladen sind. Früher wäre so etwas für mich nicht denkbar gewesen aber auf dem Land, da ändert sich so manches. Meine teuerste Uhr ist eine Maurice Lacroix, die ich zu meinem 25 jährigen Jubiläum von meinem Arbeitgeber geschenkt bekam. Ich habe sie nur einmal getragen, nämlich an der Jubiläumsfeier.
Meine High Heels habe ich unbenutzt herum stehen, manche sogar noch ganz neu und nie getragen. Dafür habe ich jetzt eine kleine Sammlung an hübschen Gummistiefeln, die man hier öfter benötigt als elegante High Heels. Ich fühle mich trotzdem sehr wohl dabei, denn mittlerweile liebe ich das Landleben.
Jetzt bin ich aber abgeschweift aber so sind die Gedanken, sie suchen sich ihren eigenen Weg. Fred trank seinen Kaffee dann mit dem Besuch auf der Terrasse, während ich ungestört weiter frühstücken konnte. 
Da mein Laptop ja seinen Geist aufgegeben hatte und ich immer noch Hoffnung besaß, habe ich erst einmal meinen neuen Laptop angemacht und meine mails gecheckt. Der steht natürlich in meinem Büro am anderen Ende. Ich nahm meine volle Kaffeetasse mit und es ging auch alles gut bis ich dann die Türe zu meinem Büro öffnen wollte. Und dabei habe ich dann die Fließen vollgekleckert. Natürlich habe ich es gleich weg gewischt, denn auf Naturstein gibt es Flecken, die dann unansehnlich bleiben.
Später habe ich dann mein altes, geliebtes Läppi in Augenschein genommen. Wir hatten das Akku entfernt und alles vom Strom abgeklemmt. Ich habe dann mal alles gesäubert, den Staub mit einem Sauger entfernt und dabei auch gleich den Lüfter gereinigt, auf dem der Laptop stand. Danach sah er wie neu aus und ich baute das Akku ein, schloss es an das Stromnetz an und siehe da, das Lichtlein brannte. Aber das war es dann auch schon.
Als Fred dann später kam und sah, was ich da gemacht hatte, erbarmte er sich und meinte, im Nebenort ist ein Computerfachmann, den ruft er mal an. Es fuhr dann auch gleich mit meinem Laptop dort hin und kam eine Stunde später zurück. Sie haben dort zwar nachgeschaut, was es sein könnte, kamen aber zu keinem endgültigen Ergebnis. Aber als Fred auf dem Nachhauseweg war, da ging der Laptop im Wagen an. Also schloss ich ihn an und probierte ihn aus. Und siehe da, ich konnte den Laptop im gesicherten Modus hochfahren. Alles was ich noch machen musste, die Uhrzeit einstellen, denn die stand auf dem Januar 2008. Ja, so alt ist der Läppi schon. Ich war glücklich, dass er wieder lief und als erstes habe ich alle wichtigen Dinge auf einer externen Festplatte gespeichert. Normalerweise mache ich das immer mal zwischendurch aber natürlich nicht jeden Tag.
Fred hat einen neuen Freund gewonnen und ich bin jetzt wieder gut ausgerüstet. Eigentlich ist noch viel mehr passiert aber das wäre jetzt einfach zuviel.
Ich wünsche Euch einen schönen Mittwoch!   

Meine Geranien